20/12/2013

Les entreprises françaises parviendront-elles à séduire le marché allemand ?

La filiale NOZ, qui bénéficie depuis ses débuts dans les années soixante-dix en France et à l’international d’une forte croissance, souhaite conquérir de nouveaux partenaires allemands, pour inscrire sa réussite dans la durée.

Bei unserer nächsten Station entschieden wir uns dafür, einen Blick in die Berufswelt, in die Wirtschaft, zu werfen. Wir wollten uns mit der Realität eines Unternehmens vertraut machen, für das die deutsch-französischen Beziehungen eine Selbstverständlichkeit sind. Das ist für uns selbst umso interessanter, da auch wir demnächst in den Arbeitsmarkt einsteigen werden. Am Stand von NOZ hielten wir deshalb an.
Inwiefern hat die Firma ein besonderes Interesse an Bewerbern, die mehrsprachig und grenzüberschreitend ausgebildet sind? Was hat sie den Studenten zu bieten, und was erwartet sie von ihnen? Welche Rolle spielt die deutsch-französische Zusammenarbeit für sie?

Zwei Angestellte der Firma empfingen die neugierigen Besucher und potentielle Arbeitnehmer an ihrem Stand, denn NOZ sucht regelmäßig deutsch-französischen Nachwuchs.
Die Deutsche Lisa Hertenberger und ihr französischer Kollege sind für die Rekrutierung zuständig und hatten einige offene Praktikums- und Stellenangebote - z.B. im Bereich Verkauf und Einkauf - für die Messebesucher dabei. Wir wollten die Firma im Detail, aus ihrer eigenen Sicht, kennenlernen.

Lisa Hertenberger stellte uns zunächst NOZ vor. NOZ ist eine französische Ladenkette, ein Familienunternehmen, das seit 1976 Ware (u.a. Lagerbestände, unverkaufte Ware, Auslaufmodelle, Restposten oder Überproduktionen) in Europa und teilweise in Amerika und Asien aufkauft, um diese dann in Frankreich weiterzuverkaufen. Laut Unternehmensbroschüre versuchen sie „durch ein wirtschaftlich rentables Recycling von Restbeständen gegen die Verschwendung unverkaufter Produkte anzukämpfen.“ Sie verkaufen alles bis auf frische verderbliche Ware wie Lebensmittel, z.B. Kleidung, Deko-Artikel, Geschirr, Teppiche, Bücher, DVDs, Wein usw., zum Teil auch Markenware, die NOZ weitaus günstiger weiterverkaufen kann. 

NOZ definiert sich als Anbieter einer Dienstleistung, sie verstehen ihre Lieferanten gleichzeitig als Kunden: sie nehmen ihnen die Waren ab, die diese selbst nicht mehr verkaufen können und verkaufen diese zu günstigen Preisen weiter. Damit scheint die Firma sehr erfolgreich zu sein: Die französische Ladenkette befindet sich zurzeit in einer starken Wachstumsphase, sie zählt mehr als 200 Läden in Frankreich, 2013 wurde alle zwei Wochen eine neue Filiale eröffnet und für 2014 ist die Eröffnung eines Ladens pro Woche geplant. Um dieses Wachstum weiter anzuregen, möchte NOZ seine Einkäufe auf dem deutschen Markt erhöhen, denn die deutsch-französische Zusammenarbeit entspricht für NOZ einem wirtschaftlichen Wettbewerbsvorteil.
„Wenn wir das Bruttoinlandsprodukt von Frankreich und das von Deutschland vergleichen, dann liegt mehr Potenzial im deutschen Markt. […] Dennoch kaufen wir im Moment mehr in Frankreich ein als in Deutschland, und wollen deshalb die Zahl der Einkäufe in Deutschland erhöhen, um das ganze Potenzial auszuschöpfen. Wir sind daher sehr an deutsch-französisch-sprachigen Bewerbern interessiert, die in Einkauf und Verkauf tätig sein wollen.“, erklärte Lisa Hertenberger.

Um bei NOZ zu arbeiten, sind erste Berufserfahrungen im Einkauf oder Verkauf von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich, denn auch während Praktika können Studienabsolventen mit noch fehlenden, notwendigen Kompetenzen ausgebildet werden:
« Aujourd’hui on offre beaucoup de postes de juniors, dont des stages ou des premiers emplois, même sans grande expérience. Parce que notre métier est tellement particulier, que nous formons les jeunes nous-même. Nous cherchons en ce moment des nouvelles recrues particulièrement en Allemagne, car c’est un marché important aujourd’hui, c’est le marché qui fera la différence. »

Nun stößt der deutsche Bewerber, der sich im Nachbarland für ein Praktikum bewerben möchte, auf einige Hürden: Er benötigt eine convention de stage (einen Praktikumsvertrag), eine Versicherung und eine Wohnung. Wie schafft man das alles?  
Das NOZ-Team hat sich darüber Gedanken gemacht und kooperiert aus diesem Grund mit dem Deutsch-Französischen Jugendwerk. Die binationale Institution, deren Vortrag wir beim Deutsch-Französischen Forum schon besucht haben, bringt die Lösung: das Praxes-Programm. (Hier geht es zu unserem Blogartikel über Praxes.) Es ermutigt u.a. Hochschulabsolventen, sich im Partnerland zu bewerben, indem es sie bei allen administrativen Verfahren unterstützt. 

Lisa Hertenberger ist früher dank dieses Programms bei NOZ als Praktikantin eingestiegen. Heute ist sie Research und Länderbeauftragte. Damals wurde sie von dem Unternehmen kontaktiert und musste sich daraufhin um eine convention de stage kümmern. Im Internet ist sie dabei auf das Praxes-Programm gestoßen, ohne das sie das Praktikum nicht hätte machen können.
Sie hält die Initiative des DFJW für eine gute Lösung. „Eine andere Möglichkeit gibt es für Praktikanten eigentlich nicht“, fügte sie hinzu. Aus dieser beruflichen Erfahrung hat sie persönlich viel gelernt: „Für mich war es ganz wichtig, dass ich in Französisch besser werde, die zwei verschiedenen Mentalitäten kennenlerne und die verschiedenen Arbeitsweisen in deutschen und französischen Unternehmen. Man spricht auf Französisch auch von einer „ouverture d’esprit“, die man dadurch bekommt. Die deutsche und die französische Mentalität sind zwar nicht sehr verschieden, aber das hilft dennoch offener und toleranter zu werden.“

Ein Praktikum bei NOZ bietet gute Einstiegschancen in die Berufswelt. Es gilt oft als „stage de pré-embauche“: Wenn das Praktikum gut verläuft und beide Seiten einverstanden sind, geht der Praktikumsvertrag in einen Arbeitsvertrag über.

Hier endete unsere kleine Reise. Während unserer sechs Stationen auf dem Deutsch-Französischen Forum haben wir sympathische Menschen kennengelernt, allerhand interessantes erfahren und gesehen.
Zum Abschluss hörten wir uns noch die Podiumsdiskussion über das Jubiläum der 15 Jahre Deutsch-Französisches Forum an.
Die Vizepräsidentin der DFH, Prof. Dr. Patricia Oster-Stierle, die Europaabgeordnete und Vizepräsidentin der Communité urbaine de Strasbourg (CUS), Catherine Trautmann, der deutsche Konsul in Straßburg, Hubertus Legge, und der Rektor der Académie de Strasbourg, Jacques-Pierre Gougeon, sprachen über die vergangenen erfolgreichen Jahre und die vielversprechende Zukunft. Die Anwesenden haben bereits Ideenansätze für die Weiterentwicklung des Forums in den nächsten Jahren geäußert.

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