12/12/2014

Adventskalender - 12. Türchen: Wörter, die wir in der anderen Sprache vermissen



Ist der Feierabend ein Grund zum Feiern, weil der Arbeitstag endlich vorbei ist, die Stunden endlich abgesessen sind, man endlich nach Hause gehen und mehr oder weniger tun und lassen kann was man will?
Und wann darf man von einem wohlverdienten Feierabend sprechen und das wohlverdiente Feierabendbier trinken? Wenn das Tages- oder Wochenpensum geschafft ist, man mehr gearbeitet hat als die Kollegen, noch dazu der/die letzte im Büro ist und sich bereits völlig verausgabt hat? Das wäre allerdings ungünstig. Denn wenn man dann nach der Arbeit zu Hause gleich ins Bett fällt und einschläft oder alleine losziehen muss, weil nur einer der/die letzte im Büro sein kann und sich die Kollegen demnach ein Feierabendbier nicht verdient haben, könnte der Feierabend seine wörtliche Bedeutung gar nicht so recht entfalten.
Alleine feiern (und trinken) ist meistens nicht ganz so amüsant. 


Also ein neuer Definitionsvorschlag: Feierabend bezeichnet die Zeit nach der Arbeit, beginnend z.B. mit dem Herunterfahren des PCs, anschließend vielleicht einem kurzem, privaten Plausch mit den Kollegen, bevor man dann den Arbeitsplatz (auch mental) verlässt und sich auf die freie, selbstgestaltbare Zeit einstellt. Optional kann der Feierabend auch mit einem Feierabendbier eingeleitet werden.

Und ob der Feierabend wohlverdient ist? Das müsst ihr letztendlich wohl selber beurteilen.

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen (wohlverdienten?) Feierabend nach euren Vorstellungen und ein besinnliches Adventswochenende!

Autorin: Annika Thies

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