22/05/2015

"Es ist immer wieder schön, in die französische Kultur und Lebensart einzutauchen"


Helena kommt aus Deutschland. Sie ist 22 und hat einen DFH-Studiengang absolviert, um einen doppelten Abschluss zu erhalten. Sie hat Deutsch-Französische Studien: Grenzüberschreitende Kommunikation und Kooperation an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und der Université de Lorraine in Metz studiert.

Was war dein erster Eindruck der Partneruniversität?

Die französische Universität ist sehr viel verschulter als die deutsche. Dieser Eindruck begann schon, als wir unseren fixen Stundenplan ausgeteilt bekamen. In Saarbrücken haben wir mehr Wahlmöglichkeiten und größere Pausen zwischen den Veranstaltungen. Blockveranstaltungen von drei Stunden waren in Metz keine Seltenheit und sehr anstrengend; vor allem, wenn man bis 19 Uhr an der Uni bleiben musste.


Aus welchem Grund hast du dich dafür entschieden, einen DFH-Studiengang zu absolvieren?


Ich wusste schon sehr lange, dass ich einen Studiengang im deutsch-französischen Bereich absolvieren möchte. Daher lag die DFH mit ihrem binationalen Angebot auf der Hand. Es ist toll, beide universitären Systeme kennenlernen zu dürfen und nicht vor dem Problem stehen zu müssen, welche Kurse an der Heimatuniversität anerkannt werden oder nicht. Der große Vorteil bei einem DFH-Studiengang besteht ja darin, dass man im Partnerland einfach "normal weiterstudiert" und wie in Deutschland Credit-Points sammelt. Das heißt allerdings auch, dass der Auslandsaufenthalt kein Spaßsemester, sondern viel Arbeit ist.

Metz

Was hat dir in der Partnerstadt am besten gefallen?

Metz ist eine wunderschöne Stadt. Vor allem die Kathedrale, die sich über die ganze Stadt erhebt, ist wunderbar und wenn die Sonne scheint, strahlen alle Gebäude in Metz in einem tollen goldgelb. Im Kontrast zur schönen Altstadt steht das moderne Centre Pompidou, wo mir die Ausstellungen gut gefallen haben. Es ist neben dem Centre Pompidou in Paris das einzige in Frankreich.

Was hast du während deines Auslandsaufenthalts am meisten vermisst?

Am meisten vermisst habe ich definitiv das deutsche Studentenleben. An der Universität Saarbrücken fühle ich mich einfach freier und selbständiger.


Was hat dir der Auslandsaufenthalt gebracht?

Es war nicht mein erster Aufenthalt in Frankreich, aber dennoch ist es immer wieder schön, in die französische Kultur und Lebensart einzutauchen. Bei meinem Auslandsstudium kam noch die wertvolle Erfahrung des fremden Universitätssystems hinzu. Auch wenn es nicht immer einfach war, sich an die dortigen Methoden zu gewöhnen, so bin ich doch an den Herausforderungen gewachsen und kann nun vom direkten Vergleich der beiden Universitäten profitieren. Natürlich hat auch mein Französisch von meinem Auslandsaufenthalt profitiert. Die Sprachpraxiskurse hatten wir in Metz in unserer kleinen Gruppe von 12 deutschen Studierenden, sodass der Lerneffekt sehr hoch war. Menschlich bleiben mir vor allem unsere Studienkoordinatorin, die sich super um uns gekümmert hat, und unsere deutsch-französische Studierendengruppe in guter Erinnerung.

Saarbrücken

Welche Pläne hast du für die Zeit nach deinem Abschluss?

Nach meinem Abschluss lege ich erst einmal ein "gap-year" ein, um noch einmal ins englisch- und eventuell ins spanischsprachige Ausland zu gehen sowie ein Praktikum zu machen. Im Master möchte ich mich dann anschließend auf europäische/deutsch-französische Politik spezialisieren.


Was wird dir von diesem Aufenthalt im Ausland in Erinnerung bleiben?


Vor allem das malerisch-schöne Metz und die gute Ambiance in unserer Studierendengruppe.


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